Juni 2018

Stadtentwicklungsgebiet an der S1.
Schon 2017 hatte die Landeshauptstadt München auf ein von Karlsfeld bis zum Hasenbergl reichendes Areal einen Bodenpreis-Stopp verfügt. Auf dem ca. 900 ha umfassenden Feldmochinger Gelände will die Stadt ein neues Stadtviertel errichten. Die Bodenpreis-Sperre nach dem Modell SEM (städtebauliche Entwicklungsmaßnahme) wird nun durch ein „kooperatives Stadtentwicklungsmodell“ ersetzt werden, dass keine Enteignungsmaßnahme, stattdessen aber ein Vorkaufsrecht vorsieht.

Der Bundesverkehrsminister fordert zeitnahe Lösung für den Lkw-Verkehr im Inntal.
Der Brenner-Basistunnel soll künftig einen beachtlichen Teil des Nord-Süd-Güterverkehrs übernehmen. Damit seine Leistungsfähigkeit auch ausgeschöpft werden kann, müssen die Eisenbahn-Zulaufstrecken im Inntal entsprechend ertüchtigt werden. Auf österreichischer Seite werden diese Voraussetzungen erfüllt, während der Streckenausbau nördlich von Kiefersfelden über die Abwägung von Trassenalternativen noch nicht hinausgekommen ist. Um die Autobahnbelastung im Inntal nicht weiterhin ansteigen zu lassen, hat Österreich zum Mittel der zeitweiligen Blockabfertigung von LKWs gegriffen. Über diese Maßnahme beschwert sich der bundesdeutsche Verkehrsminister Scheuer, er nimmt deswegen am aktuellen „Brennergipfel“ nicht teil, er fordert hingegen eine „zeitnahe Lösung“. Die bayerische Verkehrsministerin Aigner schlägt vor, das Nachtfahrverbot zu lockern, um die Belastungsspitzen zu glätten.

Elektrifizierung der Bahnstrecke zwischen München und Lindau.
Seit Jahren gibt es Pläne, die Bahnstrecke von München nach Lindau zu ertüchtigen. Nun soll die Trasse über Memmingen elektrifiziert werden. Zwischen Buchloe und Memmingen haben die Bauarbeiten begonnen, deshalb ist der Bahnbetrieb einstweilen eingestellt und durch Schienenersatzverkehr ersetzt worden. Die Nachrüstung soll bis 2020 vollendet werden. Derzeit sind Oberleitungsmasten noch nicht aufgestellt.

Das Hochhaus am Münchner Hauptbahnhof.
Am Münchner Hauptbahnhof wird nicht nur ein 40 m tiefer Zugang zum 2. Stammstrecken-Tunnel entstehen, sondern auch ein fast 70 m hohes Bürohochhaus auf dem Gelände des jetzigen Starnberger Flügel-Bahnhofs. Hierzu hat der Planungsausschuss des Münchner Stadtrats jetzt grünes Licht gegeben. Einzelheiten über die Hochhausnutzung sind in der Öffentlichkeit noch nicht bekannt.

Verspätung.
Die DB hat in diesem Monat in Rosenheim mehrere Trassen-Alternativen für eine zweigleisige Neubaustrecke vorgestellt, die im Umkreis von Rosenheim und im Inntal bis Kufstein gebaut werden soll. Bislang waren nur Korridore abgesteckt worden, nun kristallisieren sich aber schon mehrere Linienführungen heraus. Diese Vorschläge führen unter den Anrainern zu lebhaften Debatten. Weniger heftig sind die Reaktionen in Kiefersfelden, wo man auf eine Streckenvariante im Tunnel hofft. Der Weg von der Beschlussfassung der endgültigen Linienführung über die Planfeststellung bis zur Fertigstellung der Gleise wird noch lange Zeit benötigen. Der Brenner Basistunnel wird dann schon in Betrieb sein.

Halbseitige Sperrung der B471 am Bahnübergang in Oberschleißheim.
Eigentlich hat Baumpflege an der Dachauer Straße in Oberschleißheim mit der Bahn nichts zu tun. Da jedoch in diesem Straßenabschnitt die Kreuzung der B471 mit den Bahngleisen nach Freising liegt, muss der Autoverkehr von Ost nach West in diesem Bereich gesperrt werden. Die Umleitung erfolgt über die Mittenheimer Straße, die Bahnbrücke und die Feierabendstraße.

Elektrifizierung der Bahn zwischen Regensburg und Hof.
Die Elektrifizierung dieser Strecke ist ein Anliegen im aktuellen Bundesverkehrswegeplan. Für die 1. Planungsgespräche wurde ein Koordinierungsrat gegründet, an dem Vertreter der anliegenden Gemeinden teilnehmen sollen. Dabei geht es um den Interessenausgleich zwischen den Anliegern und den Infrastruktur-Vertretern. Unterstützt wird der Koordinierungsrat durch Bayerns Verkehrsministerin Ilse Aigner. Aus früheren Berichten ist bekannt, dass diese Strecke insbesondere auch für Güterzüge ertüchtigt werden soll.